NACHRICHTEN

29.12.2002 Wild, Hasen und Herren
Wir müssen Euch noch ein paar Ergebnisse nachreichen. Wir versuchen ja immer, den Testabenden ein bestimmtes Thema zu geben, und neulich war so was wie Thema Jagd: Helle Hefeweizen von Wildbräu, Hasenbräu und Herrnbräu waren angesagt. Im echten Leben gewinnen meistens die Herren, so auch bei uns. Wildbräu Hefe Weiße hat zu Beginn einen leichten Phenolgeschmack, der sich allerdings rasch zurückzieht. Es ist auch nicht allzu spritzig, und so hat hat das Herrnbräu Hefeweißbier leichtes Spiel. Hier muss allerdings gesagt werden, dass nur Pewe und Indy den Test durchgezogen haben. Das Bier war zwei Wochen überfällig; Q.Lee, Matze und Stöpsel machten daher schon nach zwei Schüssenlucken Feierabend. Herrnbräu ist ein eher süßes Weizen. Haarscharf gewonnen hat den Weizenvergleich allerdings der Weiße Hase. Kein Wunder, da er einfach am schnellsten die Kehle runterläft. Nur Matze fand ihn nicht so toll.
Wildbräu hatte uns zu Nikolaus gleich eine ganze Kiste spendiert (Danke noch mal an dieser Stelle!), und so war noch mehr aus Gräfing im Test: Meistersud ist ein gut gehopftes, allerdings nicht sehr vollmundiges Spezialbier. Das Landpils dagegen ist voluminöser, dafür milder gehopft. Seine zwöf Punkte für die Süffigkeit wurden allerdings vom Bayrisch Hell mit 13,4 noch übertroffen. Das ist mal ein geiles Bier aus Bayern! Bis zum Schlenkerla-Test war es sogar kurzzeitig das beste aus dem Freistaat in unserer Rangliste.
28.12.2002 Bier des Monats
Die Wahl zum Bier des Monats Dezember haben diesmal Einbecker Ur-Bock dunkel und Andechs Doppelbock dunkel zusammen gewonnen.
22.12.2002 Weihnachten
Unser Weihnachtsmann heißt dieses Jahr Tim. Er war am Freitag aus Baden zu uns hoch gekommen und hatte, wie sich das gehört, ein paar Leckereien dabei. Zuerst machte aber Indy seinen Sack auf und kredenzte uns Pyraser Export. Der Schraubverschluss und das misslungene Etikett lassen uns darin eher Multivitaminsaft vermuten. Das Bier entwickelt kaum Schaum, es ist eher herb als malzbetont, hinterlässt aber einen sehr erfrischenden Eindruck. Anstrengender war da Tims Holzar-Bier. Im Antrunk ist das Dunkle (auf der Bügelflasche steht etwas verwirrend "helles Gerstenmalz") scharf wie die Axt des darauf abgebildeten Holzfällers. Recht süffig ist's dennoch. Als Vorletztes Bier war dann der unvermeidliche St. Georgen Bock des Pforzheimer Brauhauses am Start. Er macht im Glas mit einem schönen Dunkelrot unter einer cremigen Blume einen guten Eindruck. Der Antrunk schmeckt stark nach Caramel, was aber nur Indy störte. Danach fällt St. Georg geschmacklich aber vom Ross. Höhepunkt des Abends war das weltberühmte Aecht Schlenkerla Rauchbier. Diese Spezialität aus Bamberg wird mit Rauchmalz eingebraut und entfaltet ein unglaubliches Aroma. Wer jemals einen gemütlich-romantischen Abend vor einem Lagerfeuer oder einem Kamin erlebt hat, wird mit Schlenkerla ein deja vú erleben. So einmütig begeistert ist die Testcrew selten, und am Ende kann sich das Märzen gleich in unserer Top Ten einreihen.
Wir wünschen Euch frohe, gemütliche Weihnachten!
22.12.2002 Vorschau und Kommentarpflicht
Eure und unsere Noten sagen nicht allzuviel über die Qualität der getesteten Biere aus, wenn man nicht gerade der Tester selbst ist oder den Geschmack des jeweiligen Testers genau kennt. Die vielfältigen Eindrücke, die ein Bier auf den Tester macht, lassen sich auch gar nicht in ein Korsett aus sechs Noten pressen. Deswegen ist es auch wichtig, diese Eindrücke in Worte zu fassen. Wir haben Euch vor ein paar Wochen gefragt, ob bei jedem Test ein Kommentar obligatorisch sein soll. Das Ergebnis war eindeutig (siehe hier). Ab sofort muss also bei jedem Biertest das Feld "Bemerkungen" mit einem kleinen Text ausgefüllt werden. Dieser Text muss mindestens 50 Zeichen enthalten.
Eine weitere Neuerung ist das Vorschaufenster. Damit Ihr sehen könnt, dass alles korrekt gespeichert wird, könnt Ihr Euren Test noch einmal kontrollieren, bevor er endgültig gespeichert wird.
Wenn irgendetwas mit der Kommentarpflicht oder der Vorschau nicht funktioniert, meldet das bitte sofort in der BTO-MotzBox!
03.12.2002 Willi muss ins Heim
Willi Unser Langzeit-Praktikant und Test-Photograph Willi (rechts im Bild) feierte gestern einen weiteren Jahrestag auf dem Weg zum Frühruhestand und lud ein zu einem aus- und ergiebigen Testabends.
Wir starteten mit zwei Bieren aus dem Öko-Laden: Schweinsbräu Weihnachtsbier und. Neumarkter Lammsbräu Edel Pils
Pünktlich um Mitternacht wurden dann 2 wunderschöne Flaschen Chimay Bleue entkorkt. Dieses Bier hatten wir vor 10 Jahren schon mal im Test, waren damals jedoch noch zu unerfahren um dessen Qualitäten schätzen zu wissen und verbannten es für lange Zeit auf den drittletzten Platz unserer Rangliste. Gestern ist diesem grossartigem Trappistenbier dann endlich Gerechtigkeit widerfahren.
Danach wurde das Testgeschehen dann durchwachsen bis skurrill: Tucher Hefeweizen hatte das schwere Los aus dem Schatten von Chimay heraustreten zu müssen, versackte jedoch im Mittelmaß und die wohl hässlichste Bierflasche aller Zeiten, nämlich die von Australian Crocodile, verbarg ein in deutsches Bockbier mit belgischer Note.
Trotz dieser gefährlich bunten Biermischung und der nachfolgenden, spontanen Verköstigung einer Flasche Bommerlunder konnten gröbere Schäden für Leib, Seele und Bausubstanz - Gott sei Dank - vermieden werden.
29.11.2002 Bier des Monats
Die Wahl zum Bier des Monats November hat diesmal Altenmünster Winterbier gewonnen !
24.11.2002 750 Jahre Biertest
Test N° 750 Gestern galt es mal wieder ein kleines BTO-Jubiläum feierlich zu begiessen: Fürst Wallerstein Classic hatte die Ehre zum 750. von uns getesten Bier zu avancieren, auch wenn das direkt danach verköstigte Fürst Wallerstein Landsknecht-Bier diese Auszeichnung viel eher verdient hätte. Hinterher ist man immer klüger.
Vorangegangen waren die Tests vom Esso-Tanken-Low-Budget-Bier Admiral Pils und von zwei Produkten der bekannten Kulmbacher Brauerei: Mönchshof Original und Mönchshof Maingold Landbier.
17.11.2002 Freistaat Dinos
Nach der intensiven Belgien-Erfahrung beim letzten Test waren gestern ausschließlich ur-bayrische Traditions-Brauereien auf dem Prüfstand:
Den Anfang machten mit Thurn und Taxis Hell und Thurn und Taxis Pilsener zwei Biere aus Regensburg, die jedoch geschmacklich nicht in die High Society vorstossen konnten. Da hat uns das stark gehopfte Augsburger Herren Pils schon besser gefallen.
Weiter ging es mit Weltenburger Kloster Barock-Dunkel aus der "ältesten Klosterbrauerei der Welt" und dem Scheyern Kloster-Export Dunkel, dessen Braumeister auch auf eine fast 900-jährige Brau-Tradition zurückblicken könne.

Zwischendurch gab es einen für die nicht unmittelbar Betroffenen sehr unterhaltsamen Nachtest von Schweinsbräu Hell durch Matze, Willi und Gast-Tester Pfissi. Matze meinte gar in den Öko-Bio-Schwebstoffen ein Stückchen Schweineschnitzel erblickt zu haben.
Pewe und Indy holten derweil ihre Teneriffa-Hausaufgaben nach und gaben sich mit Reina Oro und Dorada Pilsen ein wahres Kontrastprogramm zu den Freistaat-Dinos.
13.11.2002 Ladybug Lubrication
Am vergangenen Wochenende kam es endlich mal wieder zum lange vom Marienkäfer gefordertem Test unserer Urlaubsmitbringsel aus Brüssel:
Den Anfang machten zwei Getränke, die trotz gleicher Sortenbezeichnung unterschiedlicher nicht sein können. Mort Subite Gueuze und Cantillon Gueuze machten jedem uns von ein für alle mal klar, was ein "Industriegeuze" von einem richtigen unterscheided.
Nach dieser Exkursion in für uns bislang unbekannte Biergefilde ging es dann härter zur Sache und die Starkbiere gaben sich die Klinke in die Hand:
Triple Moine, Kwak und (zur Freude unser RelPsychs) Judas bescherten uns süße, flämische Träume.

Über das Thema kann am Stammtisch diskutiert werden:
Thema: BTO Crew belgischer Biertest.......
06.11.2002 Rettet Gilde !!!
Die wirtschaftliche sehr gesunde Gilde AG in Hannover soll an einen ausländischen Grosskonzern verkauft werden, nur weil sich die Aktionäre einen satten Geldgewinn versprechen.
Es wird vermutet, dass sich der potentielle Käufer nur für die zur Gilde AG gehörenden Marke Hasseröder interessiert und daher die Standorte Hannover und Braunschweig nach einer Übernahme früher oder später dichtgemacht werden - ca. 650 Arbeitsplätze stehen auf dem Spiel.
Zudem ist die Gilde-Brauerei das älteste Unternehmen Hannovers und als Sponsor vieler Veranstaltungen und Sportvereine aus der Stadt nicht wegzudenken.
Der Verkauf muss unter allen Umständen verhindert werden. Dazu veranstalten die Mitarbeiter der Brauerei eine Protestaktion mit Unterschriftensammlung:

Wann:
Am kommenden Samstag, 9.11. ab 9:00 Uhr

Wo:
Hannover, Innenstadt
Platz der Weltausstellung


Also wenn Ihr am Samstag in der Nähe von Hannover seid, kommt vorbei und leistet Euren Beitrag gegen die Zerstörung unserer traditionellen Bierkultur durch €-geile und champagnertrinkende Großkapitalisten! Irgendwann muss Schluss damit sein !!

05.11.2002 Neuer Stammtisch
Da der bisherige Stammtisch immer langsamer wurde und sich die Klagen in letzter Zeit gehäuft haben, scheuten wir weder Kosten noch Mühen um Euch einen neuen, besseren und wohl diesmal endgültigen Stammtisch zur Verfügung zu stellen.
Das Ding hat soviele Funktionen und Einstellmöglichkeiten, dass wir ehrlich gesagt selbst noch nicht absehen können, was damit alles so möglich ist, daher wird sich das Erscheinungsbild wohl im Laufe der Zeit noch etwas ändern. Am besten Ihr schaut es Euch einfach mal an: Neuer Stammtisch

Den alten Stammtisch findet Ihr hier.
03.11.2002 Teneriffa
Gestern war Halloweenparty bei Ivonne. Da wir uns nicht verkleiden wollten, verbreiteten wir Angst und Schrecken auf unsere Art und riefen zum großen Gruppentesten von Kais Urlaubsmitbringseln aus Teneriffa auf:
Selex Cerveza und Dorada Pilsen machten dem Anlass alle Ehre und beim Testen des Aromas von Reina Oro bekam Roland sogar eine Gänsehaut.
Das waren definitv keine angemessenen Biere für eine eiskalte, norddeutsche Novembernacht, aber dafür schmeckte die Kürbissuppe umso leckerer.
26.10.2002 Bier des Monats
Die Wahl zum Bier des Monats Oktober hat Paulaner klar gewonnen !
20.10.2002 Wiesn Nachruf
Auch wenn das große Fest schon vorbei ist, der Oktober dauert an und so konnten wir noch ein paar Festbiere ergattern: HB Oktoberfestbier und Spaten Oktoberfestbier waren auf dem Prüfstand und schlugen sich recht ordentlich.
Von unserer Spätsommer-Exkursion zu Tim hatten wir Eichbaum Ureich und Eichbaum Export mitgebracht. Ersteres hatten wir vor langer Zeit schonmal getestet, allerdings damals für wesentlich schlechter befunden als gestern im Nachtest. Auch aus Tim´s Spendenpaket (vielen Dank nach Pforzheim nochmal) stammt das französische 3 Monts, welches den Testabend auf angenehme Art abrundete und Stöpsel fast zu Freudentränen hinriss.
Als Gäste waren diesmal dabei: Pfissi, der nach langem USA-Aufenthalt endlich wieder Bier trinkt, sowie Willis und Stöpsels Nachbar, der jetzt endlich weiss, wie die wochendlichen Ruhestörer mit Vornamen heissen.
13.10.2002 Neues Testformular
Der Online-Test wurde erweitert:
Zusätzlich zu den bisherigen Möglichkeiten, könnt Ihr jetzt auch noch die Brauerei mit Internet-Seite, die Sorte, das Gebinde und vor allem das Land angeben. Dadurch werden in Zukunft die neuen Biere automatisch auf den entsprechenden Seiten der Geographie-Abteilung erscheinen.
Übrigens: Wenn Ihr ein schon gelistetes Bier testen wollt und Ihr auf der Einzelbierseite auf "Ich will jetzt sofort XYZ testen" klickt, erscheint ein Testformular bei dem schon alle bekannten Daten eingetragen sind. ;-)
Am besten, Ihr schaut es Euch gleich mal an und testet den Test...
12.10.2002 Kriek und Kanonen
Gestern waren vier belgische und ein holländisches am Start. Martyrium für Indy, sollte man denken. Es kam aber anders. Zunächst Belle-Vue Kriek. Der Kirschgeschmack ist arg aufdringlich, Indy als Berliner Weiße-Trinker gefällt das leichte, fruchtige Aroma aber ganz gut. Da es unser erstes Kriek ist, bleiben die meisten Noten im Bereich 7-9, nur Matze gab "mangelhaft". Nach der obligatorischen Zwischeneichung ging's weiter mit drei belgischen Blonden: Leffe schnitt dabei ganz knapp am besten ab, gefolgt vom Straffen Hendrik und Grimbergen. Zumindest Leffe und Grimbergen wiesen einen Phenolgeschmack auf, der uns auch beim dritten Edammer störte. Vom Straffen Hendrik hingegen war Indy begeistert und hob den Daumen - normalerweise zeigt dieser bei belgischen ja in die andere Richtung...
Zum Kriek gehören Kanonen, und genau damit ließen wir den Abend auch ausklingen. Het Kanon aus Enschede kommt mit gnadenlosen 11,6% und hat fast alle umgehauen. Nur Stöpsel war begeistert. Die anderen hoffen weiter auf Frieden!
10.10.2002 Biershopping
Bei den Links gibt es ab sofort eine neue Kategorie Biershops, damit Euch auch in Zukunft nicht das Testmaterial ausgeht. Die Liste ist mit Sicherheit nicht vollständig. Wenn Ihr also weitere erwähnenswerte Fachgeschäfte kennt, schickt uns doch bitte eine Mail.
07.10.2002 Biersuchmaschine
Das lange suchen in den alphabetischen Listen hat ein Ende, denn ab heute haben wir eine seiteninterne Suchmaschine: Einfach unter RESULTATE auf Suchen klicken und loslegen.
06.10.2002 Testen in Unterhosen
hiess am Samstag nach dem total verregneten Heimspiel gegen den BVB zumindest für die völlig durchnässten Pewe und Indy. Durchgefroren wie wir waren, hofften wir, daß uns Hinano etwas Sonnenschein in flüssiger Form bescheren würde. Erwärmend war jedoch höchstens die Südseeschönheit auf dem Etikett.
Da wir eh schon in exotischen Gefilden unterwegs waren, nahmen wir gleich noch Hite aus Südkorea mit. Danach waren unsere Gelüste nach Überseebieren aber auch erstmal gestillt und wir kehrten zurück zu den bodenständigen deutschen Exportbieren:
Dinkelacker Privat aus Stuttgart und Moninger Export aus Karlsruhe rundeten den Testabend ab und glücklicherweise hatten auch alle Tester am Ende wieder die Hosen an.

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