NACHRICHTEN 4. QUARTAL 2001

24.12.2001 Frohe Weihnachten
Die Testcrew wünscht Euch Frohe Weihnachten! Wir haben gestern schon mal vorgefeiert, mit Herforder Weihnacht. Trotz dunkler Farbe und 5,8% Vol. ist es recht wässrig - also eher was für den Festtagsbraten. Der Schwarze Herzog von Wolters aus Braunschweig wäre schon eher was für den Gabentisch. Er kommt nicht ganz so bitter daher wie andere Schwarzbiere, hat dafür aber ein interessantes Nussaroma. Das passt. Nicht ganz so doll gefreut haben wir uns über Oettinger Schwarzbier. Das ist gewiss kein schlechtes, aber es könnte noch ein bischen vollmundiger sein. Für den Preis lohnt es sich aber immer. Lidl hat uns mit dem Burger Urbock erfreut. Auch das ist kein schlechter. Die 7% schmeckt man aber deutlich raus. Davon sollte man wohl nicht mehr als eine Dose trinken. Aber wer kauft schon Dosenbier und trinkt dann nur nen Halben? Noch ein Dosenbier am Start war Freiberger Premium. Eigentlich ein feines Pils. Leider zieht sich der Metallgeschmack der Dose über das angenehm herbe Aroma. Wenn man sie ausgetrunken hat, eignet sich die Dose aber hervorragend als Christbaumschmuck ;-)
19.12.2001 Die Zauberkugel
Dosenbiere testen wir eigentlich nur, wenn es gar nicht anders geht (8,8 aus Frankreich zum Beispiel gibt´s hier nur in Weißblech). Denn erstens sagen das die Statuten, und zweitens haben Dosenbiere häufig eine metallische Note. Wenn wir ein Flaschenbier kennen, gibt es also normalerweise keinen Grund, das gleiche in der Büchse zu kaufen. Bei Guinness haben wir eine Ausnahme gemacht. Denn Guinness gibt es jetzt in einer Dose mit Zauberkugel. Die Iren nennen diese Erfindung "floating widget", und sie soll ein altes Problem lösen. Wer schonmal ein zünftig gezapftes Stout genossen hat, weiß, wie es aussehen sollte, und wie gut sich das dichte, sehr Vollmundige Bier an den Lippen und im Mund anfühlt, während der Schaum am Gaumen streichelt. Soweit kein Problem. Wer aber, davon angetörnt, sich zu Hause eine Flasche Guinness einschenkt, kann sich noch so bemühen - er kriegt´s nicht so hin. Ganz im Gegenteil, sind die Bläschen der Blume recht grob und bleiben gern am Glas hängen, während das Bier stets etwas abgestanden schmeckt. Also kein Geschmackserlebnis - von uns gab´s deshalb nichtmal sechs Punkte für das Flaschenbier.
Jetzt ist die Dose da. Wir sind erst skeptisch, weil sie sich wie eine Lackspraydose anhört, wenn man sie schüttelt. In der Dose schwimmt nämlich auf der Flüssigkeit eine Kunststoffkugel. Wenn man die Dose öffnet, öffnet sich auch die Kugel, und heraus strömt Gas. Man kriegt davon aber fast nichts mit, denn man staunt, was sich im Glas tut: Da wächst diese klassische Guinness-Blume! So glatt, dass man sich drin spiegeln könnte, und so weich, dass man am liebsten dran lutschen möchte. Und auch der Geschmack lässt unsere Herzen höher schlagen - genau wie im Irish Pub!
Außerdem im Test: Brok Premium. Das hat Gunter für uns auf der Fahrt nach Weißrussland aufgeschnappt. Das beste an diesem Bier aus der polnischen Stadt Koszalin (Köslin) ist noch der Nachgeschmack. Etwas besser ist Efes. Wir sind aber einig mit den Onlinetestern dieses Bieres. Es ist insgesamt zu ausdrucksschwach. Die Meister der Ausdrucksschwäche - zumindest in Bierfragen - bleiben aber die US-Amerikaner: Anheuser Busch B (gebraut in der Stag Brewery, London/UK) schmeckt einfach nach gar nichts. Kennt Ihr den?
What´s the difference between american beer and making love in a canoe?
- There´s none. It´s both fucking close to water!
10.12.2001 Was heißt hier Bier?
Stell Dir vor, Du sitzt bei 45 Grad im Schatten in der Kalahariwüste fest. Seit zwei Tagen gibt es nur Antilopenpisse zu trinken. Du hast richtig Brand auf ein ein kühles Blondes. Auf einmal siehst Du am Horizont einen LKW. Ein Kühllaster. Die Rettung! Der Trucker erkennt sofort Deine missliche Lage. Er bringt den Lastzug zum Stehen, fragt irgendwas. Du verstehst nichts, aber führst in weitem Bogen die halb geschlossene Hand zum Mund. Der Mann versteht sofort. Er öffnet die Heckklappe und verschwindet im Innern des Lasters. Nach drei Minuten kommt er wieder raus - mit einem Sixpack "Piss of Antilop"! - "Nein!" meinst Du hektisch. Da fragt der Mann:"Cola?" - "Nono!" Der Trucker wird langsam mürrisch:"Oke?" - "Not OK! Ich will...äh...I want beer!" Da wird der Mann auf einmal ärgerlich. Er macht die Klappe wieder zu, steigt ins Führerhaus. Beim Losfahren schmeißt er Dir noch ein paar Beleidigungen und eine abgelaufene Dose Haifischgalle an den Kopf. ´Mist!´ denkst Du, ´wüsste ich doch nur, was hier Bier heißt!´
Um Dich vor solchen Überraschungen zu bewahren, haben wir einen neuen Service in der Geographieabteilung: Das Wort Bier findest Du auf der Seite eines (fast) jeden farbigen Landes in dessen Sprache. Wenn Du auf Namibia klickst, erfährst Du auch, warum der Trucker auf einmal so mürrisch wurde...
07.12.2001 Maik bitte melden !
Maik ist von uns zum Tester des Monats auserkoren worden, wir haben jedoch seine Email-Adresse nicht (AOL klappt nicht, Maik). Bitte melde Dich doch mal bei uns: mail@biertest-online.de. Normalerweise fragen wir nämlich vorher nach, ob die Auserwählten Ihre Nominierung überhaupt annehmen.
Trotzdem herzlichen Glückwunsch !
01.12.2001 Radeberger Pilsner ist von Euch zum Bier des Monats Dezember gewählt worden.
25.11.2001 Ein Jahr Onlinetest
Der Onlinetest ist ein Jahr alt geworden! Ende November 2000 kam der erste Test rein. Das getestete Bier war Fink Bräu, der Tester war Moritz Prophet. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere noch: Damals waren alle Ergebnisse in einer riesigen Tabelle angeordnet. Neue Tests wurden, anfangs sogar noch "per Hand", unten angefügt. Mit der Zeit wurde die Tabelle lang und länger. Im Mai dieses Jahres waren fünfzig Biere verzeichnet, im Juni, besonders dank Marienkäfer, schon siebzig. Die große Tabelle wurde zu unübersichtlich und durch eine alphabetische Liste abgelöst. Mit der Zeit wurde auch diese immer lang und länger. Nun ist wieder ein halbes Jahr vergangen, und Ihr habt schon über 330 Biertests eingetragen! Das ist mehr, als wir jemals, auch nach fünf Böcken hintereinander, uns erträumt hatten! Da trinken wir erstmal einen auf Euch - prost!
Anlässlich des Jubiläums haben wir den Ergebnisbereich ein wenig aufgeräumt. Wenn Ihr unter "Resultate" auf "Onlinetests" klickt, findet Ihr zunächst die zwanzig neuesten Test auf einer Seite. Zu den älteren Tests kommt Ihr, indem Ihr auf die Buchstaben über der Liste klickt. Ab da ist alles wie gewohnt. Per Klick auf den Namen des Tester kommt Ihr auf dessen persönliche Rangliste, per Klick auf den Namen des Bieres auf dessen Einzelwertungen. Am betsen, Ihr schaut einfach mal rein (hier klicken)!
19.11.2001 Slaten Elen, Pirinsko, Bergadler und Founders Black
Dass die Bulgaren Fussball spielen können, ist uns noch in schmerzhafter Erinnerung. Dass auch der erste bulgarische Biertest in schmerzhafter Erinnerung bleiben würde, war nicht unbedingt zu erwarten. "Premijna Bira" steht auf der Flasche von Slaten Elen. Watten Elend. Um es vorsichtig zu formulieren: Es ist etwas muffig in Antrunk und Geruch. Man kann es aber halbwegs runterkippen. Wir haben ein paar Probleme beim Entziffern und Übersetzen der kyrillischen Schrift. Beim nächsten Bier steht aber ein Wort in lateinischen Lettern: Weihenstephan. Keine Ahnung, was die Münchner mit Pirinsko Piwo Svetlo am Hut haben. Wir werden das bei Gelegenheit mal übersetzen lassen. Das Bier jedenfalls ist wenig vollmundig und hat einen metallischen Geschmack. Im Abgang stellt sich eine milde Bittere ein, die allerdings das mangelhafte Grundgerüst kaum noch aufzuwerten vermag. Insgesamt noch ein bischen schlechter als Slaten Elen. Soweit zu Bulgarien.
Bergadler ist eines dieser Billigbiere, das es überall gibt, aber nirgendwo zuhause ist. "Hergestellt in der EU" steht vielsagend auf der Flasche. Vertrieben wird´s hierzulande von der Firma Lidl. Diesmal sind wir einig mit Marienkäfer. Bergadler kommt zwar mit einer leicht metallischen Note, insgesamt ist es aber ein rundes, süffiges Pils. Vom anderen Ende der Welt war Founders Organic Lon Black am Start. Der Geruch lässt ein rauchiges Schwarzbier erwarten. Geschmacklich erinnert es ein bischen an Eiskaffee, ist jedoch sehr süffig. Der Nachgeschmack des neuseeländischen Bieres ist unausgereift, wässrig, ohne Ecken und Kanten. In nächster Zeit gibt´s noch mehr Bier aus Ozeanien. Vielen Dank dafür an Mike´s Place!
14.11.2001 Ihr wart vier mal schneller!
Zwei Billigbiere aus der Dose - eins davon kennt jeder aus der Tanke: Wilcken und Neptun. Beide haben zwar mit insgesamt 6 bis 7 Punkten nicht überragend abgeschnitten, aber vereinzelt Freunde gefunden. Das etwas herbere Wilcken mundet Pewe, das süffigere Neptun kommt bei Kai und Stöpsel gut an. Keine Freunde fand Mariestads Export, obwohl wir zum ersten mal drei Frauen als Promos dabei hatten. Während diese über Bierglaspflege diskutierten, wunderte sich die Crew über den eigenwilligen Nachgeschmack, der bei Indy eine Gänsehautt hervorrief.
Wir haben am Wochenende außerdem vier Biere probiert, die Ihr zuerst bewertet habt:
Im August hatte uns Heupel zum Thema Italien Birra Moretti empfohlen (nachzulesen unter Geographie). In der Tat könnte die Kombination aus Italien, Sommer und dem sehr süffigen Lager aus Mailand ihre Reize haben. Im herbstlichen Emsland allerdings darf ein Bier ruhig ein bischen Charakter mitbringen. Das tut Moretti nicht, und so reicht es nur für ein "befriedigend".
Überraschend süffig ist Rostocker Dunkles Bockbier. Leider lässt es im Nachgeschmack etwas nach. Dieses und auch das nächste war bereits im Onlinetest bei Marienkäfer schlecht weggekommen. Beim Rostocker Bock können wir das noch nachvollziehen, für den Lübzer Bock müssen wir jedoch ein gutes Wort einlegen. Der Mecklenburger mag nicht so ausdruckstark wie seine belgischen Genossen sein - er überzeugt aber mit einem schön fruchtigen Antrunk und einen milden, angenehmen Nachgeschmack. Insgesamt sicher eines der besten deutschen Böcke! Für den Kater hat der Rostocker Freibeuter gesorgt. Das hatte Bier-Bruder T. vor einem halben Jahr probiert und für schlecht befunden. Um es gleich klarzustellen: Wir haben nicht vor, unsere Lebern mit dem Zeug zu trainieren. Verglichen mit anderen Starkbieren macht es aber keinen schlechten Eindruck. Die bei 9,0 Vol.-% zu erwartende heftige Ethanolnote bleibt jedenfalls aus, so dass man sich unvorsichtigerweise leicht zu mehr als einem Glas hinreissen lässt, und -wie es Bruder T. so schön formuliert hat- schnell knülle wird.
13.11.2001 Zum dritten mal in Folge Tester des Monats: Marienkäfer
27.10.2001 Gott in Holland
Ewald sprach zu Moses: Du sollst nicht gegen die Bayern im eigenen Strafraum dribbeln. Aber Moses hörte nicht auf seinen Herrn. Da rief der Herr Moses zu sich nach Holland, zürnte, und zur Strafe übergab er ihm das elfte Gebot (het elfde Gebod): "Du sollst genießen!". Moses staunte über die Worte und ob der Gebotstafel, die ihn zur fleischlichen Lust aufrief, und er wunderte sich, was ihn als Strafe erwartete.
Hätte er die Pulle aufgemacht, wüsste er´s. Ein starker Bock mit heftigem Ethanolgeschmack. Ein Bier mit Schädelgarantie. Ähnlich war Amstel Gold. Wieder so ein 7%-Hammer ohne eigenen Charakter. Wenigstens kommt Amstel mit einen neutralen Geruch. Als dritter Bock aus Holland war Gulpener Dort am Start. Das riecht nach Marzipan, und ist auch recht süß. Aber auch hierbei erschlägt eine starke Ethanolnote im Abgang den zunüchst interessanten Eindruck. Süß ist auch Vos aus Maastricht. Da haben die Holländer nachgeholfen - mit Süßstoff. Das hätten sie mal lieber lassen sollen. Hinter der unnatürlichen Süße lässt sich ein durchaus vollmundiges, rundes Bier erahnen. Insgesamt gibt´s aber gerade mal sechs Punkte. Wir haben auch ein Pils getestet: 1870. Zumindest steht Pils drauf. Riechen tut´s eher wie das Stadionurinal nach der Halbzeitpause. Geschmacklich lässt sich zwar eine gewisse Hopfennote ausmachen, aber das ganze steht auf einem faulen, billigen Grundgerüst. Nur Stöpsel fand es gut, und hat mehr Punkte vergeben als Indy, Matze und Pewe zusammen.
Wirklich enttäschend ist, dass kein einziges der sechs Holländer, die wir in den letzten acht Tagen getestet haben, die nun wirklich nicht überragende Punktzahl von Heineken, dem bis dato einzigen Vertreter des Oranjestaats, schlagen konnte. Hoffen wir auf nächste Woche.
19.10.2001 Danke, Willi
Am Freitag wollten wir eigentlich eine holländische Testreihe beginnen. Da Promo Willi aber Bier aus Spanien mitgebracht hat, haben wir erstmal nur ein einziges Bier aus den Niederlanden unter die Lupe genommen: Grolsch. Das war uns mehrfach empfohlen worden, auch im Onlinetest schneidet es nicht allzu schlecht ab. Wir waren aber uneinig in der Bewertung. Während es Stöpsel ganz gut gefallen hat, war Pewe enttäuscht. Nur im Geruch hat es Spaß gemacht: Wie ein Getreidefeld kurz vor der Ernte liegt es in der Nase. Aus Barcelona war San Miguel 1516 am Start. Der Name ist Programm: Auf dem Kronkorken wird in deutsch auf das Reinheitsgebot des besagten Jahres verwiesen. Leider gehen die Spanier nicht sehr phantasievoll mit den Zutaten um. Heraus kommt ein sehr leichtes Bier mit 4,2% Vol., das geschmacklich nicht viel zu bieten hat. Das schön süffige Lager ist halt ein Durstlöscher für den katalanischen Sommer. Wir haben außerdem drei dunkle Biere getestet: Zuerst Negra Modelo. Das sieht nicht nur aus wie Cola. Der Geruch hat zwar eine Sektnote, geschmacklich geht es aber eindeutig in Richtung Zuckerwasser mit Weingummieinlage (und Papain + E405). Dieses Bier aus Mexiko bestätigt mal wieder das Vorurteil über Exotenbiere - auch wenn wir´s in Deutschland noch nicht in den Regalen gesehen haben. Eine Wohltat dagegen Mahou Negra. Indy fand´s zwar eklig-belgisch (Faktor B+), die anderen waren aber angetan vom rauchigen, vollmundig-malzigen Aroma - das Duckstein aus Madrid. Vielen Dank an Willi für die Spende! Theakston Old Peculier aus Masham/England ist erst das siebte Bier von der Insel in unserem Test. Wenn es nach Stöpsel und Q.Lee ginge, dürfte sich das bald ändern. Beide gaben insgesamt "gut" für das Dark Ale. Die anderen fanden keinen rechten Zugang zu dem Bier - es schmeckt für unsere Zungen ein bischen schal. So reichte es nur für 7,12 Punkte und einen Mittelfeldplatz (231).
18.10.2001 Zehn Jahre Biertest
Unser Biertest wird zehn Jahre alt! Die erste Onlineversion kam zwar erst vor knapp zweieinhalb Jahren auf einem Server der Uni Hannover raus. Wir haben aber schon getestet, als das World Wide Web noch eine Spielwiese für schweizer Atomphysiker war. Die ersten Biere, die wir nach den bekannten Kriterien Aussehen des Bieres, Aroma, Süffigkeit, Nachgeschmack und Aussehen der Flasche sowie einem subjektiven Gesamteindruck bewertet haben, waren Flens, Warsteiner und Gilde. Anlässlich des Jubiläums wollten wir diese Woche diese drei Biere in großer Runde nochmal testen, aber wegen des Herbstmanövers müssen wir das ganze verschieben.
12.10.2001 Alles wird grün
Bereits nach einer Gärzeit von nur neun Tagen konnten wir unser Bier grün schlauchen zur Flaschengärung und Reifung. Anschließend gab´s noch ein paar Biere. Pfungstädter Pilsener ist für ein Pils zu wenig hopfig-frisch. Man könnte auch sagen: Ein langweiliges, nichtssagendes Bier. Das spannendste daran ist noch der Stern auf dem Rückenetikett, der bei ´perfekter´ Trinktemperatur grün wird. Ein ähnliches Feature bringt Singha mit. Nur, dass hier der Trinker grün anläuft, und zwar bei Genuss von mehr als einer Flasche. Das hatten wir schon mal getestet, und es hatte uns schon beim ersten Test nicht geschmeckt. Jetzt ist es noch fünfzehn Plätze gesunken. Indy fand´s einfach nicht menschenwürdig - wie leider so manches in Thailand.
8.10.2001 Tannenzäpfle ist das Bier des Monats Oktober.
8.10.2001 L´Equipe Tricolore
Wieder mal ein Trauerspiel der leverku...äh...deutschen Nationalmannschaft in der Qualifikation zur Fußball-WM. Was liegt da näher, als sich mal beim amtierenden Weltmeister umzuschauen? Wir haben´s gemacht: Die Franzosen haben zum Beispiel Fischer Tradition Alsace. Ein gut gebautes und sehr süffiges Bier aus dem Elsaß. Allerdings mit Schwächen im Abschluss. Oder Fischer Bitter von dem gleichen Verein. Das ist ein sehr kräftig gehopftes Lagerbier, das seine Stärke im hinteren Bereich hat. Es könnte ein bischen mehr im Mittelfeld tun. Apropos Fischer: Was waren das für Zeiten! 1982 haben wir die Finnen 4:0 und 7:1 geschlagen, und ratet mal, wer drei Tore geschossen hat? Klaus... Heute dagegen hat Deutschland mit Franz Joseph urig-schwarz aus Bayern kaum Chancen: Zu behäbig und mit nur einem starken, rechten Fuß ausgestattet; Zudem viel zu teuer.
Gespielt haben auch die Spanier. Alhambra Reserva 1925 tritt in einer Essigflasche auf. Die 6,4% Alkohol machen dieses Bier sehr schwer, die starke Ethanolnote erschlägt alles. Gefallen hat es nur Pewe.
8.10.2001 Tester des Monats Oktober: Marienkäfer
4.10.2001 Heftig hefig
Folgendes Bild unseres Bieres haben wir heute aufgenommen. Man sieht den Gäraufsatz, der sich auf dem Gärbottich befindet. Das bei der Gärung entstehende Kohlendioxid sprudelt geradezu durch das Röhrchen. Über der Glocke sind die Blasen dann wohl anfangs zusammengefallen, und die Flüssigkeit hat sich am Glockengrund gesammelt. Inzwischen ist die ganze Glocke voll Bier, und der Schaum quillt über. Der obere Teil der Glocke hat sich irgendwann in der Nacht verabschiedet und liegt neben dem Gärbottich. Beim letzten Ansatz hatten wir Trockenhefe im Einsatz. Damit war die Gärung nach der gleichen Zeit noch nicht mal angekommen.

Die Power-Hefe unserer Lieblingsbrauerei gibt mächtig Gas
3.10.2001 E-Dammer, die zweite
Nachdem der erste Versuch ausbaufähige Ergebnisse gebracht hat, haben wir heute noch mal E-Dammer gebraut, und zwar mit Original-Zutaten einer hannoverschen Brauerei. Während des Würzekochens haben wir zwei Biere getestet: Cobra ist ein in England nach indischem Rezept gebrautes Lager. Dafür ist es gar nicht mal so schlecht. Etwas wässrig zwar, aber sehr süffig. Uneinig waren wir bei Schmucker Meister Pils. Q.Lee und Stöpsel fanden es ganz ordentlich, die anderen für ein Pils zu süß. Auch störte eine leichte Chlornote im Abgang.
1.10.2001 Bier für Sekttrinker und Dentisten
Hoffentlich ist diese die letzte Saison, in der wir Montag abends Bier testen! Wir testen häufig anlässlich wichtiger Fußballspiele, und heute ist mal wieder eins. Wenn 96 weiter so spielt wie in Ahlen, gibt´s nächste Saison montags jedenfalls keinen Fußball-Anlass mehr! Heute sind drei süddeutsche Biere am Start: Posthorn Gold hat es auf Anhieb in die Top 100 geschafft. Auffällig die sehr stabile, an Baiser erinnernde Krone. Matze fand das Aroma zwar ekelig, das Exportbier hat aber keine echten Fehler. Ein mildes, süffiges Bier. Irseer Kloster-Urtrunk ist ein naturtrübes Lager. Im Geruch und Antrunk noch lecker, lässt es danach stark nach. Es hat nicht die typisch vollmundige Süffigkeit guter, frischer Naturtrüber. Das nächste im Test ist Welde N°1. Die grüne, geschwungene Flasche mit Abreißverschluss lässt erahnen, was drin ist: ein nach Sekt schmeckendes Gesöff. Das ist was für Leute, die kein Bier mögen, aber Biertrinken cool finden - jedenfalls nichts fü uns. Zum Schluss wurde es dann richtig widerlich: Pietra wird in Korsika unter Zugabe von Maronenmalz gebraut - wahrscheinlich von Zahnärzten. Statt nach Kastanien riecht und schmeckt das Zeug nach Desinfektions- und Füllmitteln. Stöpsel und Hiete hatten das in Spanien vorgestet und damals für gut befunden. Die waren wohl nicht richtig geicht!? So reichts doch noch für Platz 330.
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