Antarctica Pilsen

 
Brauerei AmBev Antarctica Pilsen Bierbilder einsenden
Brauortnicht bekannt Note
RegionBrasilien
6,92

(6 Tests)
SortePils
Alkoholgehalt5,07% Vol.
 
Einzelbewertungen
Notendurchschnitt
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Einzelbewertungen




Online-Tests

Biergourmet meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Brasilien als Brauort des Antarctica wirkt auf den ersten Blick etwas skurill. Wenn ich mir allerdings vorstelle bei 40 Grad am Strand zu liegen und die barbusige Bedienstete herbeizuwinken für einen antarktisch kühlen Biergenuss, wirkt auch der Name wieder plausibel. Nach dem Ausguss in ein Trinkgefäß entfaltet sich eine kurzlebige Schaumkrone. Der erfrischende, leicht sprudlige Geschmack kann aber schnell über diese erste Entäuschung hinweg trösten. Könnte mir durchaus vorstellen das ein oder andere zu genießen. Fazit: Ab 40 Grad gut zu genießen und das beste Bier bislang im heutigen Testlauf.

Biertest vom 11.6.2011, Gebinde: Glasflasche Noten: 11,9,10,10,6,10 - 9,75


schneidc meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Wir reden hier über eines der meistgetrunkenen Biere der Welt, denn
- Brasilianer gibt es viele
- Brasilianer trinken gerne und oft Bier (spätestens ab der Mittagspause, danach zu allen Gelegenheiten, gerne auch in der Knallhitze am Strand)
- Das Antarctica ist wohl im Land das beliebteste Bier

Was man wissen muss, wenn man dieses Bier bewerten möchte: Bier wird in Brasilien aus 600 ml oder 1-l-Flaschen getrunken. Die Flasche MUSS beim Kauf im lokalen Getränkeshop eiskalt sein, sonst gilt das Bier als ungenießbar. Nach dem Kauf kommt die Flasche sofort in den Tiefkühlschrank, so dass die Temperatur beim Verzehr nur ganz minimal über 0 Grad liegt. Nicht selten ist das Bies angefroren, wenn es ins Glas kommt. (am Strand verkaufen ambulante Händler Bierdosen aus der Styrobox, wer mit zu warmem Bier aufläuft, hat keine Chance, es loszukriegen). Dann wird die frisch geöffnete Flasche auf putzig kleine (ca. 150 ml)-Gläschen verteilt und jeder der Mittrinkenden bekommt ein Gläschen. Eine kleine Gruppe von 3-5 mittrinkenden macht so im Lauf eines Abends auf diese Art mindestends 10 Fläschchen platt.

Insofern ist es unfair und unangebracht, das Bier mit europäischen Augen zu testen. Wer sich ein nur kühlschrankkaltes Antarctica in den Halbliterhumpen gießt und auf Biergenuss hofft, wird bitter enttäuscht!

Für das Antarctica in Brasilien spricht, dass es besser ist, als seine Konkurrenzprodukte Skol (pures Wasser), Itaipava (das gleiche, nur nochmal verdünnt), Schincariol (irgendwie merkwürdiger Geschmack) oder Brahme (höllische Kopfschmerzen!). Besser als Antarctica, aber nicht überall zu kriegen, ist Bohemia. Andere Biere gibt es für den täglichen Verzehr in Brasilien eigentlich nicht.

Ich würde auch tief bezweifeln wollen, dass das Antarctica tatsächlich die angegebenen annähernd 5% Alkohol hat, vom Gefühl (und von den Eerfahrungen mit massenhaftem Genuss) her würde ich auf nicht mehr als 2-3% tippen.

Fazit: Wenn man das Antarctica als "Bier" betrachtet ist es natürlich nicht konkurrenzfähig. WEnn man es aber als bierähnliches Erfrischungsgetränk begreift, dass überall verfügbar ist, nicht mal teuer ist und eine allemal bessere Alternative zu überteuertem Mineralwasser oder Limonadenplörre darstellt, kann man dem Ganzen durchaus etwas abgewinnen.

Noch eine Randnotiz: Ich habe (Aberwitz!) in Brasilien einmal eine sündteure importierte Flasche Leffe Blonde aufgetrieben und wollte meine brasiianische Verwandschaft damit beglücken - zwischen den ganzen eiskalten Antarcticas hat es einfach nicht geschmeckt...

Biertest vom 27.8.2009, Gebinde: Glasflasche Noten: 6,9,12,8,9,10 - 9,40


derkaro meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

hellgelb sprudelnde steht es im glas, die schaumkrone ist spärlich aber vorhanden.
es riecht metallisch, schmeckt erstaunlich neutral, wird im abgang etwas bitter, ist doch recht süffig.

Biertest vom 30.5.2008, Gebinde: Glasflasche Noten: 9,7,7,8,10,7 - 7,50


Jevers Zeuge meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

# 1531
ersma: auf meiner pulle ist die voltzahl mit 4,9 angegeben.
mittelpilsige farbe, wirkt minimal trüb. viel eher grober schaum, der sich mittellange hält.
der geruch ist dezent hopfig und leicht pappig.
der antrunk ist mild. um nicht zu sagen dünn. etwas hopfen, der zur mitte hin deutlicher wird. aber auch eine pappigkeit, die ich mit lager/export verbinde, aber nicht mit pils. der abgang ist hopfig und leicht säuerlich. insgesamt auf dünnem niveau, das an ami-plörre erinnert.
die 0.355-l-pulle kommt mit pinguinen - genau das, was man in brasilien erwartet. der name ist ja schon originell. warum 1885 jemand auf die idee gekommen ist, ein tropenbier "antarctica" zu nennen, weiß der geier. auf der pulle steht "produkt für erwachsene ab 18 jahren" (also, auf brasilianisch/portugiesisch, natürlich). daraus schließen wir, dass die brasilianer erst mit 18 bier trinken dürfen. auf dem schraub-kronkorken (den ich ausnahmsweise nicht mit öffner runtergehebelt habe) sind die pinguine in einem "q" eingerahmt. wieso wohl?
fazit: äquator-bier. süffig und dünn. tut nicht not.

Biertest vom 28.7.2007, Gebinde: Glasflasche Noten: 9,6,8,5,9,6 - 6,60


gerresheimer meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Brasilianer Nr. 2 in meinem Testerdasein. Das Etikett ist irgendwie ganz nett, mit den beiden Pinguinen drauf. Der Name wird wohl ein dezenter Hinweis auf die Trinktemperatur sein. Eiskalt - vermute ich! Geöffnet wird die Flasche per Drehkronkorken. Im Glas sieht das Antarctica genauso aus wie das Skol aus Brasilien. Sehr hell goldgelb, äußerst kurzlebige Schaumkrone. Auch hier entdeckt die interessierte Nase hauptsächlich eine getreidige Süße, pappig und irgendwie nicht sehr einladend. Über allem liegt ein Hauch von Pfirsich oder Mango, der das Bier aber nicht attraktiver werden läßt. Der große Antrunk bestätigt die enge Verwandschaft zum Skol: es schmeckt süß, ein wenig malzig und hat zu wenig CO² in seinem wässrigen Körper. Wo ist der Hopfen? Die metallische Bitterkeit, die sich nach einer Weile einstellt, kann über das geschmackliche Fehlen dieser Zutat nicht hinwegtäuschen. Ganz zum Schluß und im Abgang kommt dann doch tatsächlich ein wenig Hopfigkeit zum Vorschein, die aber den äußerst mittelmäßigen Gesamteindruck dieses Bieres nicht mehr verbessern kann. Etwas besser als das Skol ist es ja, aber das heißt ja nun in diesem Fall gar nichts. Arme Brasilianer!

Biertest vom 20.7.2006, Gebinde: Glasflasche Noten: 7,6,7,7,9,7 - 6,95


Der Bierbaron meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Die Antarctica-Brauerei gehört zu AmBev, den Brauort habe ich aber auch nicht eindeutig bestimmen können. Im Bier sind gewisse Antioxidationsmittelchen und Stabilisatoren enthalten. Auf der Dose stehen sich zwei dicke Pinguine gegenüber.
Der Geruch des Bieres ist seltsam muffig, irgendwie nach schwarzem Tee. Atypisch! Wenigstens ist die Farbe unauffällig golden und der Schaum fein und recht stabil, auch wenn er anfangs hässlich prickelt. Der CO2-Gehalt scheint gering.
Geschmack: Sehr dünner Geschmack. Überaus wässrig und muffig von vorne bis hinten. Mehlig-trocken im Abgang ohne Herbe. Im Nachahll setzt sich eine unangenhem süssliche Note durch, sonst waren keine Lebenszeichen wahrnehmbar.
Fazit: Abartiges Pils aus Brasilien. Dieses dünne Brühe wäre selbst für ein Lager äusserst mangelhaft, aber sowas auch noch als Pilsener Bier zu verkaufen ist schon wirklich frech.
An Herbe fehlt es dem Antarctica sowieso, aber dass wirklich gar keine Eigenschaften, die an ein Bier erinnern zu verzeichnen sind, spricht nicht für dieses Produkt. Wenn mir die Sonne Brasiliens auf den Schädel knallt, dann trink ich lieber Wasser, da weiss ich wenigstens -hoffentlich- was drin ist. Antarctica schmeckt wie ein x-beliebiges Lager, welches man 2 Tage offen der prallen Sonne ausgesetzt hat. Der seltsam parfümierte Geruch wird nur durch den abartig nichtssagenden und später mehlig süssen Geschmack "übertroffen".
Fiese Plörre!

Biertest vom 29.5.2005, Gebinde: Dose Noten: 9,0,0,0,9,0 - 1,35




Antarctica Pilsen

Notendurchschnitt
Aussehen des Bieres 8,50
Aroma 6,16
Süffigkeit
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Nachgeschmack 6,33
Aussehen der Flasche 8,66
Subj. Gesamteindruck 6,66
Total 6,92




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