Orval

 
Brauerei Brasserie d'Orval S.A. Orval Bierbilder einsenden
BrauortVillers d'Orval Note
RegionBelgien
10,87

(44 Tests)
Sortesonstiges
Alkoholgehalt6,2% Vol.
Das Orval hat bei der AbfŁllung 5,2%. Bei der Lagerung steigt der Alkoholgehalt aber bis 7,2%. Deshalb ist auf den Flaschen der Durchschnittswert angegeben.
 
Einzelbewertungen
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Einzelbewertungen

StöpselBTO-Crew meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

(Abfüllung 23.06.2004, Testdatum 21.10.2005)
Dies ist mein dritter Anlauf diesem sagenumwobenen Trappistenbier etwas abzugewinnen, dem ich als junger unerfahrener Biertestanfänger nur einen Punkt gegeben hatte und dass mich auch nach der Jahrtausendwende trotz geschulter Zunge und Ablegung meiner spätpubertären Vorurteile gegenüber nicht dem deutschen Reinheitsgebot gerecht werdenden Kaltgetränken nicht so recht überzeugen wollte.
Diesmal habe ich mir die Ratschläge, dem Orval Zeit zum Reifen zu geben, zu Herzen genommen. Zwischen Abfülldatum und diesem Testbericht verging ein gutes Jahr und das Warten hat sich gelohnt:
Jetzt steht es vor mir, im und verströmt einen sehr intensiven, fruchtig-sauren geuzeartigen Geruch. Bereits beim ersten Gaumenkontakt ist klar, dass wir dem wohl kontroversesten Vertreter trappistischer Braukunst jahrelang Unrecht getan haben. Ich erinnere mich, dass mir das Orval früher einfach nur ekelhaft bitter vorkam, fast wie Medizin, doch diese Bittere zieht sich während der Reifung in den Hintergrund zurück und bildet nur noch eine hauchfeine Geschmacksnuance, die ein angenehm frisches Sauberkeitsgefühl im Rachen hinterlässt – auf einzigartige Weise mündet der malzig-fruchtige, eher Tripel-typische Antrunk in diesen leichten und trockenen Abgang.
Orval ist mit Abstand das schwierigste Bier, das ich kenne, doch mittlerweile habe ich Zugang zu ihm gefunden und einen umfassenden Biertester-Seelenfrieden. Die Hinweise, dieses Bier vor Genuss reifen zu lassen, sollt man sehr ernst nehmen – ich für meinen Teil sehe diesen Test als Anfang einer großartigen Beziehung, denn wo ich schon mal dabei war, habe ich mich noch mit 4 weiteren Flaschen Orval eingedeckt, die ich jetzt etwa im Halbjahresrhythmus zu verköstigen gedenke….

Biertest vom 21.10.2005, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,14,11,12,12,12 - 12,15

(Abfüllung 23.06.2004, Testdatum 7.7.2006)
Wie angekündigt nun das zweite Kapitel meiner Annäherung an ein legendäres Trappistenbier:
Kurz nach seinem zweiten Geburtstag präsentiert sich das Orval mit einem rostbraunen, sehr trüben Körper, geschmückt von einer phänomenalen, plastisch gewagten Schaumkrone und es verströmt einen phantastischen Geruch nach Dessertwein, als hätte es statt in der kleinen, verstaubten 0,33er Pulle in jahrzehntealten Eichenfässern vor sich hin gereift.
Geschmacklich habe ich den Eindruck, dass das Orval gegenüber meinem Test vom letzten Jahr, vor allem vornerum dünner geworden ist. Die damals von mir angepriesenen Fruchtaromen sind jedenfalls nur noch schemenhaft vorhanden und sind einer ausgeprägten, aber nicht unangenehmen Campari-Bittere gewichen.
Im Mittelteil scheint mir ein wenig Spritzigkeit verloren gegangen zu sein, doch Antrunk und Nachgeschmack sind so komplex, ändern sich gar im Verlaufe der Verköstigung, dass mein Gaumen mit dem dazwischen eh überfordert ist.
Im Abgang glänzt es nach wie vor durch diese saubere Herbheit, die in Würde gealtert ist, und der ich daher auch den ansatzweise vorhandenen Nachhänger verzeihe.
Das Aussehen meiner Flasche hat durch die lange Lagerung jedenfalls am meisten gelitten, weshalb ich von dieser Bewertung mal absehe.
Fazit:
Wenn ein Bier das Prädikat "schwierig" verdient, ist es wohl das Orval. Besonders das Aroma ist hochkomplex und auch der Abgang hat es in sich. Ob es allerdings auch so lecker ist, dass sich der ganze Lagerungs-Aufwand lohnt, muss jeder selbst entscheiden. Ich bin froh, es probiert zu haben (und ich hab auch noch zwei…), doch glaube momentan kaum, dass ich die ganze Prozedur so schnell wiederholen werde.

Biertest vom 7.7.2006, Gebinde: Glasflasche Noten: 14,14,10,11,-,11 - 11,63


MatzeBTO-Crew meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Was ist das? Alter Eistee? Und dann dier "Geschmack": tun die da Staub rein? Schwer zu handlen. Zum einen angenehm dunkel, zum anderen merkwürdig prickelnd - und das krieg ich nicht unter eine Decke. Von der Süffigkeit will ich gar nicht reden, der Nachgeschmack erinnert mich jedenfalls an Zigaretten. Immerhin ne schöne Flasche.

Biertest vom 5.4.2006, Gebinde: Glasflasche Noten: 2,7,4,2,10,3 - 3,85


KaiBTO-Crew meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Biertest vom vor 2001 Noten: 8,0,0,0,3,0 - 0,95


IndyBTO-Crew meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Biertest vom vor 2001 Noten: 8,9,0,0,10,0 - 2,65


Q.LeeBTO-Crew meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Biertest vom vor 2001 Noten: 2,0,0,0,7,1 - 0,95


Pascal meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Biertest vom vor 2001 Noten: 13,0,0,0,15,1 - 2,45





Online-Tests

Der Bierbaron meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Wie die meisten (belg.) Trappistenbiere ist Orval sehr lange haltbar (MHD: März '09) und daher wie Wein inkonstant im Geschmack. Mit fortschreitender Lagerzeit verändert sich dieser also. Beim 8er von Rochefort machte ich schon die Erfahrung, dass diese Bierart im Frühstadium nahezu ungeniessbar ist. Wird es beim ebenso jungen Orval (gebraut im März diesen Jahres) genauso sein?
Die kegelförmige Flasche überzeugt durch schlichte Eleganz, der Geruch ist ein wenig beerig und malzig, wird aber im Glas zusehens säuerlicher und erweckt den Eindruck parfümiert zu sein. Hingegen ist Farbe in diesem Stadium noch schön trüblich bernstein und noch nicht dunkel. Die Krone ist reichlich, wunderbar schaumig und sehr haltbar.
Geschmack: Keine -von vielen starlken Belgieren bekannte- Fruchtigkeit oder herbe Berrigkeit. Besonders hintenrum ist das Orval furchtbar säuerlich und bitter. Der Nachhall ist dann auch leicht fuselig und erinnert aromatechnisch an billig parfümierte Seife.
Fazit: Furchtbar und kein Genuss. Geschmack nach billiger Seife und Säure ist nicht gerade mein Ding. Hinzu kommt eine nicht angenehme Bittere. In der Frühphase seiner Entwicklung hat das Orval keine feinen oder satten Aromen anderer guter Belgierbiere zu bieten. Orval schmeckt jetzt wirklich zum davonlaufen. Die Devise lautet: Abwarten und vor allen Dingen Tee statt Orval trinken! Trappistenbiere sollte man anscheinend wirklich lagern.

Biertest vom 7.8.2004, Gebinde: Glasflasche Noten: 13,8,4,4,12,4 - 5,90

Nachdem mir das Orval in jungen Jahren nicht geschmeckt hat, wage ich mich nun noch mal an ein gereifteres Exemplar heran. B(r)aujahr: 18/07/2006.
Das "alte" Orval riecht kräutrig und gärig. Es ist bernsteinfarben im Glas und bildet eine dichte, schaumige Krone.
Geschmack: Antrunk herb, die Parfumnote ist immer noch da, aber nicht beherrschend. Der Nachtrunk geht extrem ins Bittere und ist trockener als Zunder.
Fazit: Im Alter ist das Orval offenbar ausgegorender (auch im Wortsinne!) als in seinen Jugendjahren. Trotzdem bleibt das Orval ein Grenzgänger. Die staubtrockene Bittere ist sicher nicht jedermanns Sache und macht das Bier auch nicht besonders süffig. Als Aperitif oder zu einer deftigen Käse- oder Fleischplatte kann ich mir das Orval allerdings gut vorstellen.

Biertest vom 8.9.2011, Gebinde: Glasflasche Noten: 11,7,6,9,10,8 - 8,10


Barley Wine meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Ein Klassiker. Dieses Kloster braut, im Gegensatz zu den anderen Trappisten nur 2 Biere, wovon wiederum nur eins in den Verkauf gelangt. Das leichtere mit ca. 3,5%, das man am Kloster trinken kann ist charakterlich sehr ähnlich und nur eine Spur leichter.
Der STil der Brauerei ist eine feine Säuerlichkeit mit zarten Brett-Noten, wie man sie aus dem Sennetal kennt. Ein sehr weiniges Bier, das auch zum Essen seine Stärken ausspielt. Langer Abgang mit ausgeprägter Herbe. Sicher das eigenständigste Trappist.

Biertest vom 15.7.2009 Noten: 14,14,12,12,15,13 - 13,05

Je länger ich mich mit diesem Bier beschäftige, desto mehr erkenne ich die große Komplexität. Ein 12er Tragl aus Belgien mitgebracht - und bei jeder Flasche wird es besser. Vor allem die Süffigkeit legt enorm zu. Mal sehen wie weit es noch steigt in der Bewertung...

Biertest vom 21.6.2011 Noten: 15,15,13,13,15,14 - 14,00


Blockwogenst√ľermann meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Die Beschreibung dieses Bieres fällt recht schwer, denn jedes Mal scheint es anders zu schmecken. Dies ist jetzt meine zweite Auseinandersetzung mit Orval. Ich meine, dass es mir damals sogar ziemlich gut geschmeckt hat. Dieses Exemplar kann mich jedoch nicht so recht begeistern. Dass die Eindrücke, die ein Orval vermittelt tatsächlich oft variieren, haben mir auch erfahrene Trinker belgischer Biere bestätigt. Als Haltbarkeit sind fünf Jahre auf der Flasche angegeben. Vielleicht war es auch ein Fehler, ein Orval anzubrechen, dass gerade einmal ein halbes Jahr alt war.Doch jetzt zu meinen Eindrücken. Nach dem Einschenken bildet sich ein nur flacher Schaum. Der Geruch ist eher unauffällig: leicht malzig-würzig und dabei ein wenig sauer. Der Antrunk ist hingegen nur kurz malzig-würzig und wird dann durch eine hefige Säuerlichkeit überrannt, was dem Bier nicht wirklich gut tut. Die Hopfenbittere (mehr bitter als aromatisch) ist zudem auch recht deutlich, was auf die hefige Säuerlichkeit hin nicht unbedingt eine willkommene Abwechslung ist. Nichtsdestotrotz gebe ich dem Bier eine weitere Chance, genaugenommen nicht nur eine, denn ich bin sogar gespannt auf eventuelle weitere neue Geschmackseindrücke.

Biertest vom 15.6.2011, Gebinde: Glasflasche Noten: 13,9,7,8,11,9 - 9,05


BierBär meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Die Flasche des Orval sieht echt Klasse aus.Beim öffnen verströmt es einen Limetten Duft und riecht enorm fruchtig, leicht säuerlich. Im Glas schäumt das Bier mächtig auf und hat im Antrunk einen angenehm weichen pfirsichartigen Antrunk.Zum Mittel frisch fruchtig herb.Diese locker leichte malzigkeit passt toll zum Sommer wobei ich es mir dann einen tacken kälter als Empfohlen wünsche.Alles in allem ein Bier das in Ordnung geht aber auch nicht das Non Plus Ultra ist!Ich bin ein wenig enttäuscht von diesem 2 Jahre gereiften Orval.

Biertest vom 7.6.2011, Gebinde: Glasflasche Noten: 11,10,9,11,12,10 - 10,20


Lilos Durstiger Fuchs meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Was ein tolles Bier! Da ich noch keinen Test zum Orval gelesen hatte, bin ich von diesem Bier sehr überrascht, und das schlichtweg positiv.

Schon nach dem Öffnen der Flasche entfacht sich ein wahres Hopfenfeuerwerk wie ich es liebe. Säuerliche, fruchtige Noten durch und durch. Dazu angenehme Hefetöne.
Im Glas ein gelbes, trübes, fast blickdichtes Bier mit feiner Krone, mäßig haltbar. Im Antrunk ist dieses Bier nahezu ungestüm - zumal ich es auch kühlschrankkalt eingegossen und den ersten Schluck verkostet habe. Eine ganze Zeit später notiere ich einen feinen, säuerlichen Antrunk vor einem trockenen, hellmalzigen Körper mit dezenter Süße. Bald setzt sich die knackig-kernige Hopfigkeit mit schönen Zitrus- und Trockenfruchttönen durch. Ein sehr seltener Genuß, der jedoch zu Lasten der Süffigkeit geht.
Der mächtigen Herbe stehen ausgleichend Säure und Hefigkeit gegenüber.

Das Orval ist ein sehr außergewöhnliches Bier - zum Genießen!

Biertest vom 10.2.2011, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,14,10,13,12,14 - 12,95


kiwianer meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

(Abfülldatum: 19.10.2010, Testdatum: 28.11.2010, MHD: 19.10.2015) Die Schaumkrone hält recht gut fällt aber ungleichmäßig ineinander. Mein Ohrwal riecht sehr herb fast wie ein IPA dazu leicht nach frischer Limone! Geschmacklich ist es im Antrunk sehr herb und frisch-grasig. Später ist die herbe nicht mehr ganz so intensiv (immernoch weit überdurchschnittlich) und das grasige verfliegt fast vollständig, dafür kommt eine mild säuerliche fruchtige-citrusnote zum Vorschein, so das es herb und leicht säuerlich schmeckt. Im Nachgeschmack schmeckt es immernoch herb und die anderen Aromen sind kaum noch zu schmecken da sie übertünscht werden. Ein leckeres frisches Bier das schon fast an ein IPA erinnert. Ich muss es nochmal in einer älteren Version testen, blöderweise kommt man an ältere Biere schlechter ran als an frische! Fazit: Sehr Lecker!

Biertest vom 28.11.2010, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,13,12,12,12,12 - 12,15


Erzengel meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Heute (18. August 2010) teste ich eine frische (Abgefüllt am 9.6.2010) gegen eine schon ein Jahr gelagerte (Abgefüllt am 3.8.2009) Variante gegeneinander.

Im Glas schauen beide gleich orange-trüb aus, wobei die ältere Flasche deutlich mehr Schaum im Glas gebildet hat.

Im Antrunk ist das frische Bier weich herb, die herbe Note setzt sich im Hauptteil fort und wird relativ sehr herb, fast schon penetrant. Dabei leicht säuerlich-spritzig.

Bei dem älteren Bier hingegen überwiegt die säuerliche, schon fast im Vergleich saure Note und drängt den schwächer gewordenen Hopfen deutlich in den Hintergrund. Auch schmeckt es alkoholisch-vergorener, Aromen von dunklem Trockenobst erscheinen unter der sauren Decke.
Diese sind bei dem jungen Bier noch überhaupt nicht zu finden.
Dort überwiegt auch im Nachgeschmack der deutlich grasig-starke Hopfen. Erst zum letzten Teil, wo die Herbe abklingt, kommen mild-weich-fruchtige Aromen ganz leicht hervor.
Bei der älteren Variante überwiegt im Nachgeschmack die Säure, mild-weiche und dunkle Fruchtaromen sind deutlich ausgeprägt, hinzu kommt eine leichte Hopfenherbe. Die säuerlich-fruchtig-dunkle Note hält sich sehr lange im Mund, das Bier ist mild-weich und zugleich sauer-herb.

--> Bei genauem "Hinschmecken" zwei komplett verschiedene Biere. Auch der unterschiedliche Alkoholgehalt macht sich natürlich bemerkbar.
Werde das Experiment in den nächsten Jahren auf jeden Fall fortsetzen!!

Biertest vom 18.8.2010, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,13,11,13,12,13 - 12,55


Kindl meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

bernsteinfarben. Marzipan, verhalten malzbestimmter Aufzug. Geprägt von deutlich holzigen Hopfennoten. Baumrinde & Nuss im Fluss. Durchaus hopfiger Abflug. Nachhaltig - trinkt sich eher langsam (geringe Süffigkeit). Abfülldatum: 10/2007.

Biertest vom 29.5.2010, Gebinde: Glasflasche Noten: 10,11,10,11,10,10 - 10,30


Dr.Lovely meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Wunderschöne kegelförmige Flasche!
Huppsala, das schäumt aber auf! Einige Minuten später, nachdem sich der Schaum einigermaßen zurückgebildet hat, kann ich das orangefarbene, gut moussierende Naturtrübe auch probieren. Hefig und säuerlich ist der Antrunk, herb der Ausklang. Leichte Süße bemerkt man und den Alkohol kann man auch etwas rausschmecken. Ein echter Klassiker aus Belgien!
Prädikat: gut trinkbar

Biertest vom 7.5.2010, Gebinde: Glasflasche Noten: 13,10,9,9,15,10 - 10,25


seidel meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

MHD: 28/12/2014

Dieses junge Orval liegt bernsteinfarben im Kelch und wird von einer haltbaren, grobporigen, nicht ganz weissen Schaumkrone bedeckt. Der Duft wird von säuerlich-animalischen Noten der Brettanomyces-Hefe geprägt. Dazu kommt noch ein wahrer Hopfensturm und, wenn man konzentriert hinriecht, auch etwas Malz. Im Antruck ist es zunächst etwas sauer. Dann entfaltet sich ein gewaltiges Hopfenpanorama, das ganz spät im Nachgeschmack durch malzige Süsse bereichert wird.

Orval ist ein einzigartiges Bier. Im jugendlichen Stadium mag nicht jeder diese Komposition aus Brettanomyces und der kräftigen Hopfung, ich aber sehr. Gibt man ihm einige Monate Zeit, wird des malziger und etwas milder - ja auch noch etwas besser.

Biertest vom 22.3.2010, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,13,-,13,14,13 - 12,94


schneidc meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Wohl niemand, der dieses Bier erstmals zu sich nimmt, empfindet es als reinen Genuss (hier im Forum nicht, in meinem Bekanntenkreis ernte ich bei einem Ersttest nur angewiderte Blicke und ich erinnere mich. dass ich auch selbst beim "ersten Mal" das Gesicht verzogen habe).

Dies ist ein SEHR eigentümliches Bier für besondere Momente und definitiv nicht für ausschließlich Feierabend-Pils trinkende Anfänger geeignet.

Aber wenn man die erste Phase hinter sich hat, entdeckt man von Mal zu Mal immer mehr Aromen, die einem das Hirn verzücken! Auch der anfangs eigentümliche Geruch verwandelt sich wundersam in einem suchtstoffartigen Duft.

Was soll ich sagen? Das Zeuch macht süchtich!

Extrem wichtig ist, dass das Bier mindestens ein Jahr als ist, ein "neues" ist viel zu ruppig. Ältere habe ich leider noch nicht kosten können, da meine Gier zu groß ist.

Nebenbei: Das ausschließlich in der Klosterkneipe "L´ange guardien" erhältliche "Orval Grün" (mit 3.5%) ähnelt dem großen Bruder geschmacklich sehr, ist eben so etwas wie die verdünnte Autofahrervariante.

Biertest vom 14.11.2009, Gebinde: Glasflasche Noten: 13,15,12,13,13,14 - 13,55


suere meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Aha ein Wunderbier also, was mir hier vorliegen soll.
Die Flasche läßt schon mal vermuten, dass hier kein Einheitsbrei serviert wird.
Aufgemacht dran gerochen und schwupps, erster Eindruck Sommerwiese, beim zweiten Riechen und auch im Glas, erinnerte es mich an meinen Asialaden des "Vertrauens".

So, mal ein Resumee: Das Bier ist Genussmittel!!! Das kann man nicht kippen, das entwickelt sich im Glas, nach einer gewissen Zeit (bitte das hier fettdrucken!!).
Ich kann Personen verstehen, die sagen pfui, aber ich kann auch sehr gut die Schwärmer verstehen.
Ich fühle mich bei dem Bier an eine Weinprobe erinnert in Verbindung mit Zeit, Ruhe und Muße,
von daher sehr gut!
Das, was sich viele wünschen Bier als Genussmittel anzusehen, wird hier vom Bier selber "erzwungen"-Zeit nehmen und geniessen

Biertest vom 9.10.2009, Gebinde: Glasflasche Noten: 10,7,-,12,13,13 - 11,41


kappldav123 meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Endlich findet dieses legendäre Bier den Weg in mein Glas. Die Flasche hat auf jeden Fall einen sehr hohen Wiedererkennungswert, sehr originell. Das Bier im Glas sehr spritzig, leicht trüb, cremiger Schaum. Sehr interessantes Aroma, leicht säuerlich, erinnert an eine Geuze. Das Bier beginnt weniger säuerlich als das Aroma es vermuten lässt. Kräftig, leicht alkoholisch, würzig-sämig. Prickelnd-holzige Noten auf der Zunge, wirklich interessant. Das Glas ist leider viel zu schnell leer... Sehr gutes Bier!

Biertest vom 29.5.2009, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,13,12,11,12,12 - 12,00


Grima meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Gekauft in nem luxembourgischen Supermarkt. Die kleine kegelförmige Flasche sieht ja mal knuffig aus. Hat aber was! Im Glas leuchtet das Bier trüb orange-gelb mit stabiler, langlebiger Krone. Der Geruch ist säuerlich-zitronig und angenehm hefig-fruchtig. Der Antrunk ist sehr gewöhnungsbedürftig. Es schmeckt fruchtig, säuerlich, nach Zitrone. Etwas Hefe kommt raus, und ein undefinierbarer, aber guter Eigengeschmack. Der Nachgeschmack wird etwas getreidig-grasig. Könnte etwas mehr Kohlensäure vertragen, aber für 6,2% Alc trinkt es sich doch sehr angenehm. Sollte man mal probiert haben, aber mehr auch nicht…

Biertest vom 1.3.2009, Gebinde: Glasflasche Noten: 10,9,8,9,9,9 - 8,95


derkaro meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

die flasche an sich ist schlicht und aussagekräftig, hat einen sehr hohen wiedererkennungswert, mir gefällt sie gut.
das bier (abgefüllt am 20.08.08 und haltbar bis 20.08.13) im kelch erinnert farblich an angelaufenes gold, ist leicht trübe und sehr lebhaft.
es hat sehr sehr viel sehr standhaften schaum.
krautig und fruchtig ist der erste eindruck sanft malzig aber hauptsächlich fruchtig fruchtig.
himbeere, erdbeere etwas kastanie und gesüsste stachelbeere glaube ich zu schmecken, die stachelbeere wird im abgang etwas kräftiger, das bier bekommt sogar eine leicht säuerliche note.
süffigkeit ist bei derartigen bieren meist ein problem. ählich wie doppelböcke und andere starkbiere sind sie einfach nicht süffig. ein trockener rotwein ist auch nicht süffig... will er ja auch gar nicht sein und dieses bier (und artverwandte) auch nicht. da spielt genuss die grössere rolle. daher keine benotung bei süffigkeit.
ein sehr gutes bier für lange winterabende...
wenn man keinen bock auf rotwein hat...

Biertest vom 4.1.2009, Gebinde: Glasflasche Noten: 11,13,-,13,12,13 - 12,70


Frankenland meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Kristall-König meinte, das Bier müßte noch trinkbar sein, obwohl es schon ein halbes Jahr abgelaufen ist. Wie recht er doch hatte.
Schon beim einschenken merkt man, dass hier etwas besonderes ins Glas kommt.
Kräftig bernsteinfarben mit feiner, hoher und stabiler Krone steht es da und erfreut das Auge.
Die Nase vernimmt erst mal deutlichen Kräuterduft. Ich meine, Lebkuchengewürze zu erriechen. Ist ja für Trappistenbiere nicht ungewöhnlich. Leicht säuerlich und dabei recht fruchtig ist der Antrunk. Die ausgeprägte Fruchtigkeit bleibt auch für den Rest der Zeit dominierend, dabei schön ausgewogen mit den Gewürzaromen. Trotz der Aromabomben und der immerhin recht ordentlichen 6,2% wirkt es zu keinem Zeitpunkt schwer und ist sehr süffig.

Immerhin war das Bier zum Zeitpunkt der Verkostung schon 5,5 Jahre alt. Was für jedes andere Bier das sichere Aus bedeutet hätte, verkehrte sich hier offensichtlich ins Gegenteil. Das Orval hätte vermutlich noch ein paar Jahre lagern können und es wäre noch besser geworden. Probieren sollte man das schon einmal.

Dem Kristall-König sei herzlich für dieses außergewöhnliche Bier gedankt.

Biertest vom 9.11.2008, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,13,13,13,-,13 - 12,89


hetfield meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Sehr ungewöhnliches Bier.
Mit steigender Temperatur wird es tatsächlich angenehmer,aber nicht gut oder süffig.
Fazit:Nur für Liebhaber auf dauer geniessbar

Biertest vom 14.9.2008, Gebinde: Glasflasche Noten: 9,8,6,6,7,6 - 6,65


Thunderhead meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Das Orval kommt in der toll gestalteten Flasche und hat eine schöne trübe Bernsteinfarbe. Geschmacklich ist es irgendwie mild-trocken-fruchtig nach Orangen/Grapefruit und riecht auch so.
Fazit: Sehr ungewöhnliches Bier - welches mich jedoch nicht überzeugen kann

Biertest vom 27.8.2008, Gebinde: Glasflasche Noten: 13,6,7,5,15,5 - 6,75


Montana meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Sehr fruchtiger Geruch (nach Orangen), Koriander und Wein ist auch mit vertreten, dazu eine leichte süße und leichte Hefeanklänge, später auch noch Malzig (nach Brot).
Das Bier hat einen wolkigen orange-roten Körper sowie eine große cremig-schaumige weiße Krone, die vollständig erhalten bleibt.
Der Geschmack ist leicht säuerlich und normal lange anhaltend.
Das Bier ist trocken und cremig, dabei mittelschwer und mit wenig Kohlensäure versehen.

Biertest vom 8.8.2008, Gebinde: Glasflasche Noten: 10,10,9,9,11,9 - 9,35


Gosingen meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

So, als eines der ersten Biere in Belgien gönne ich mir ein Orval. Noch zwei Jahre haltbar, sagt der Aufdruck.

Die Farbe: Leicht fluoreszierend, recht ungewöhnlich, ein braunes Bernstein mit Einschlägen von Orange und Lila. Die Grundfarbe erinnert mich an Kandiszucker aus meiner Zuckerdose.
Die Krone: Sehr feine, weiße Creme-Haube.
Der Duft: Es riecht süßlich nach Kräuterlimo. Koriander schwingt mit, der sich dann auch im Geschmack wiederfindet.

Ein bitteres bzw. herbes Bier, wobei die Herbe sich Richtung Abgang schrittweise steigert. Ein super-ungewöhnliches Bier. Trocken-herb, gleichzeitig tiefmalzig; künstliche Kräuterlimo mit Fruchtgummigeschmack, Gewürzaromen und den schon erwähnten Koriander. Das Orval ist definitiv ein Ausnahmeerlebnis und entzieht sich daher eigentlich der Bewertung. Kein Bier für jeden Abend, aber auf jeden Fall probierenswert, selbst wenn ich mich nicht dazu durchringen kann, gute Noten zu vergeben.

Biertest vom 4.2.2008, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,8,8,7,9,7 - 7,90


Taxi-Driver meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Das Orval kommt in einer originellen Form daher, wie ein Kegel.
Abgefüllt wurde es am 16.10.2007. Es ist fällt sehr bitter und weinartig trocken auf. Süffig ist es aufgrund dessen nicht. Kommt kein Trinkgenuss auf.
Ich strebe einen Nachtest mit längerem Lagerstand an.

Biertest vom 6.1.2008, Gebinde: Glasflasche Noten: 9,6,7,4,14,6 - 6,55


Buballa meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

nicht umsonst steht dieses bier im bierbuch. säuerlicher antrunk, der direkt in fruchtige aromen überschwenkt, dann vollmundig und kurz im Abgang. so muss ein Bier schmecken!

Biertest vom 2.12.2007, Gebinde: Glasflasche Noten: 10,9,8,11,13,12 - 10,65


quack-duck meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Diese Orval-Flasche ist mittlerweile 1,5 Jahre alt, man sollte sich heranwagen dürfen. Orangefarben/bernsteinfarben, riesige Schaumkrone, die wie ein verschneites Gebirge aussieht - noch nie habe ich so eine schöne und stabile Schaumkrone gesehen. Sehr hopfiger Duft.
Trockener und hopfiger Geschmack, dazu etwas fruchtig (Bitterorange) und ganz leicht malzig.

Biertest vom 8.7.2007, Gebinde: Glasflasche Noten: 15,13,11,12,13,12 - 12,35


Kristall-König meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Abfülldatum 10.04.2003. Das Bier ist also auf den Tag genau 4 Jahre alt. Das "Schätzchen" entdeckte ich mit einigen anderen bei meinem Getränkehändler. Gut so.
Heftig schäumt das Bier auf. Man erkennt eine schön goldene Farbe. Im Geruch lambicartige säuerliche Züge mit einer moderaten Holzigkeit.
Prickelnd der Antrunk. Es folgen heftige Nussaromen im Verein mit gut gesetzter Herbe. Hefiger Übergang zum etwas früh einsetzenden Abgang. Über allem schwebt eine portweinartige Alkoholnote, welche kaum glauben läßt, daß dieses Bier nur 6,2% Alkohol besitzt.
Herrlich lange gereiftes Bier mit einem breiten Aromaspektrum, das man allerdings mögen muß. Andernfalls ließe sich sagen Orval riecht und schmeckt ziemlich streng. Von mir aber nur gute Noten.

Biertest vom 10.4.2007, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,13,12,11,13,13 - 12,45


Der Doppelbock meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Orval ist ein sehr bekannter, aber auch sehr umstrittener Trappist. Meine Flasche stammt aus der Anfangszeit meiner Testerei und steht auch seitdem in meinem Keller. Abfülldatum: 05.08.2004
Dezent fruchtig-säuerlicher und hefiger Geruch mit gewürzigen Akzenten. Ziemlich prickelnder Antrunk, der sich etwas beruhigt und so die größenteils hefigen, aber desweiteren gewürzigen und fruchtigen Aromen an die Oberfläche befördert und leicht zitronig-säuerlich wirkt. Die Gewürzigkeit, bei der vorallem Koriander in Erscheinung tritt, steht eng mit der prickelnden Fruchtigkeit in Verbindung und somit eine gewisse Zweisamkeit ausstrahlen. Im Mittelteil dann nochmals eine Zunahme der Spritzigkeit, die aber wieder nachlässt und die hopfig-bitteren Töne ab da an bevorzugt. Von einer wirklichen Dominanz einzelner Aromen kann nie zu sprechen sein, da sich immer irgendwo ein Gegenpol findet. Im Abgang lässt die Gewürzigkeit für einen Moment die Zügel etwas loser, reguliert diese Unachtsamkeit jedoch sofort wieder. Guter Trappist, aber ich kann den Wirbel um dieses Bier nicht so recht verstehen!

Biertest vom 11.3.2007, Gebinde: Glasflasche Noten: 10,10,11,10,10,10 - 10,15


thomas.k meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Abfülldatum 5.1.2006 also sollte jetzt trinkbar sein! Nach dem öffnen ein lauter knall und der Atompils steigt aus der Flasche, es duftet nach Tanne und Honig! Beim eingießen sprudelt es wie Brausepulver, der grobe Schaum hält lange. Anfangs schmeckt es nach Nietroverdünner, wenn man sich eingetrunken hat wird es richtig lecker und man ärgert sich nur ein kleines Fläschlein zu haben. Fazit: Geschmack gut aber undefinierbar, Interessantes Getränk irgendwo zw. Bier und Cognac

Biertest vom 18.2.2007, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,12,5,12,12,12 - 10,95


Fuppes meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Trapisten Bier. Nur 2 Braumeister brauen in dem Kloster Orval dieses Bier und unterhalten damit das ganze Kloster. Wer diese Bier trinkt ist praktisch ultraktholisch alkoholisch. Der Geschmack ist wirklich sehr stark wegen dem hohen Hopfenanteil (bitter). Ein Spezialität für den herb Trinker

Biertest vom 30.1.2007 Noten: 14,15,5,13,15,14 - 12,70


Shaney meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Was für ein Bier, unglaublicher Nektar! Gerade mal ein Jahr alt seit seiner Abfüllung, sprudelt es mit reichlich feinem Schaum im Berliner Weiße Glas. Hell-rötlich-trüb ist die Optik. Das Aroma ist einzigartig komponiert: Pfirsich-Cidre-Malzig-Hefig-Bierig, toll!! Die Fruchtigkeit herrsch auch im Geschmack reichlich vor, dann kommt ein vollmundiger Körper. Die Süße des Malzes endet in einem hölzernen Bitterton. Das soll ein Bier sein? Unglaublicher Nektar! Die restlichen Flaschen dürfen noch zwei, drei Jahre vor sich hin schlummern. Die mangelnde Ausgewogenheit dürfte dann auch ihre Ecken und Kanten verloren haben. Orval ist große Klasse!

Biertest vom 16.1.2007, Gebinde: Glasflasche Noten: 15,15,12,12,14,14 - 13,65


osiris300 meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Eines der besten Trappistenbiere !!

Das Orval ist einfach phantastisch. Von der Aufmachung der Flasche bis zum Abgang stimmt alles.
Merkmale:
Aussehen: sehr schöner schaum, prächtige Farbe.

Antrunk: Voller Malzduft mit Gewürznoten.

Geschmack: sehr würzig. Man spürt vorallem den Koriander und Orangengeschmack. Der Körper ist schwer ohne unangenehm aufzufallen. Auch eine anständige Hopfennote spürt man heraus. Das leicht seifige Aroma verschwindet nach einjähriger Lagerung.
Finish: eher Hopfenbetont aber angenehm.

Wichtig ist , dass das Orval mindestens 2 Jahre gelagert sein muss um das volle Aroma zu entfalten. Dann ist es wirklich ein Traum von eimem Bier.

Fazit: Eines der besten belgischen Biere, vorallem für Kenner, aber nicht für 0815 Bier Saufköpfe, wie einige der Testberichte zeigen....

Biertest vom 7.9.2006, Gebinde: Glasflasche Noten: 15,15,14,15,15,15 - 14,85


Bateman meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Die Trappisten von Villers d'Orval haben ein sehr gut aufschäumendes Bierchen gebraut, dessen Blume ziemlich lange hält. Dunkel in der Farbe mit einer souveränen Trübung.

Der Antrunk des Bieres ist recht kurz. Danach wird das Bier recht fruchtig, was es gepaart mit einer eleganten Säuerlichkeit bis zum Ende beibehält.

Biertest vom 25.6.2006, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,10,10,10,11,10 - 10,25


Malzbonbon meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Ein herrlicher, voller Trappistengeruch schlägt der interessierten Nase entgegen. Geschmacklich kann das Bier die hohen Vorschusslorbeeren aber nicht halten. Es kommt zwar nicht zu alkoholisch daher, hat auch einen optimalen Kohlensäuregehalt, ist aber etwas bitter, die Vergleichsmöglichkeiten fehlen den Testern in diesem Fall, da es unser erstes Trapistenbier ist. Optisch auf jeden Fall ein ganz großes Bier, sowohl von der Farbe wie auch was die Flasche angeht. Im Abgang weder klebrig noch wässerig, daher das Fazit: eine sehr willkommene Erfahrung, die man gerne mal wiederholen will.

Biertest vom 6.6.2006, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,10,6,9,12,11 - 9,95


gerresheimer meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Abgefüllt am 16. März 2004. Das scheint ja nun lange genug nachgereift sein, dieses bekannte belgische Trappistenbier. Es wird ja gesagt, daß es mit längerer Lagerdauer noch besser werden soll. Dunkel goldfarben schwappt es in die dafür vorgesehene Trappisten-Schale und setzt sich eine enorme Schaumkrone auf, die allerdings recht grobporig ist. Der forschenden Nase stellt sich eine Wand verschiedenster Geruchsnuancen entgegen. Über allem liegt ein dichter Nebel starker Hopfigkeit. Inzwischen hat die Scheumkrone sich in eine Schaummütze verwandelt und ich nehme den großen Schluck. Eine wunderbare frische Säure wie von Zitrusfrüchten bildet die Vorhut im Mund, gefolgt von Geschmacksnuancen wie Heu, Hefe und zusätzlich steigt einem die Kohlensäure in Mund und Nase. Trotz dieser Wucht an Sinneseindrücken ist der Körper des Orval eher leicht und harmoniert sehr gut mit der erfrischenden Säure. Im Abgang wird es mir dann leider etwas zu trocken oder bitter, aber trotzdem sind alle anfangs erschnupperten Aromen noch immer vorhanden und halten noch lange im Mund vor. Es ist ein wirkliches Schwergewicht unter den Bieren, komplex und reichhaltig. Obwohl ich, wie schon öfters angemerkt, solche "Kracher" nicht so gerne mag, gilt mein Respekt doch diesem gewaltigen Bier aus der Wallonie.

Biertest vom 27.3.2006, Gebinde: Glasflasche Noten: 10,15,10,8,8,10 - 10,35


clyde frosch meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Mit Trappistenbieren ist das ja so ne Sache. Meins hier war recht frisch, gerade mal drei Monate alt. Hätte mich mal ein bisschen mehr gedulden sollen. Das war jedenfalls nix. Der Antrunk sehr süß, fast schon wie Porter. Sehr prickelig auf der Zunge. Der Nachgeschmack war sehr unausgewogen. Wird wohl noch mal getestet.

Biertest vom 25.11.2005, Gebinde: Glasflasche Noten: 10,7,5,5,13,6 - 6,60


Jevers Zeuge meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

ersma: im keller liegt ein sechserträger des legendären orval. nun sinds noch fünf, denn das erste kam heute ins glas. als frisches bier, sozusagen, gebraut im april.
als erstes fällt eine braune, schmierige masse im kronkorken und im oberen flaschenrand auf. geschmacklich undefinierbar. sicher ominöse gärungsrückstände. nicht lecker, aber es spricht für eine ehrliche flaschengärung. das bier kommt trübe ins glas, wie dunkleres weizen, deutlich erkennbare teilchen schwimmen drin herum. schaum ist mittel und von vorbildlich gleichmäßiger größe. recht stabil.
geruch eher säuerlich-fruchtig, wie ein weizen. antrunk sauer und bitter. eher an medizin als an bier erinnernd. mitte wird herber, es entfalten sich würzaromen, aber die säure bleibt dominant. erst im abgang wird sie von der würzigen malzigkeit weitestgehend verdrängt. insgesamt sehr enttäuschend, aber nach durchsicht der vortests nicht anders zu erwarten. lassen wir die anderen fünf flaschen also in ruhe reifen.
flasche hat eine hübsche form und ein sehr schlichtes, deutliches - und darum gutes - etikett.
fazit: jung ungenießbar, ich freue mich aber auf die weitere entwicklung.7,3,4,6,12,5


nun also, wie angekündigt, der erste nachtest. das bier ist mittlerweile etwa ein jahr alt. bei optimaler temperatur gelagert und jetzt serviert. habe es noch behutsamer als beim letzten mal eingeschenkt.
es sieht noch immer trübe aus, aber ohne die schwimmenden klumpen darin. recht viel schaum, dessen kleiner rest stabil bleibt.
geruch wie gehabt.
antrunk säuerlich, würzig. zur mitte wirds herber und deutlich hefig. viel co2. säuerlich-fruchtige note, richtung apfel und zitrus. schmeckt wesentlich stärker als es die 6,2 volt vermuten liessen. der abgang ist leicht fruchtig, dazu feine hopfige herbe.
fazit: wie auch stöpsel sagt: es ist ein sehr schwieriges bier.
aber nun wesentlich besser als das recht junge vom ersten test, wenn auch nicht der überflieger. mal sehen, wie es nächstes jahr schmeckt.

Biertest vom 25.10.2005, Gebinde: Glasflasche Noten: 10,10,7,11,12,9 - 9,40


Magnifixus meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Auch ich habe den womöglichen Fehler gemacht, mein Orval in zu jungem Stadium zu trinken, abgefüllt ist es erst im September 2004, haltbar bis 2009. Aber auch in diesem Stadium konnte mir das Bier gefallen, wenn es auch eine ungewöhnliche Geschichte und ganz sicher nicht jedermanns Geschmack ist. Mir fiel eine "seifige" Gewürznote auf, die das Bier vom ersten Schnuppern bis weit in den Nachgeschmack hinein dominierte. Diese sorgte für eine recht kräftige, hopfenuntypische Bittere, irgendwo zwischen Kräuterbonbon und Weihnachtsbäckerei - insgesamt ein recht "hartes", kompromissloses Aroma. Des Bierbarons Vorwurf der Parfümierung lässt sich nachvollziehen, ich sah das Ganze aber nicht so negativ. Das Bier bildet übrigens über seiner orangefarben trüben Flüssigkeit viel herrlich weichen Schaum aus. Und die schlicht etikettierte, aber eigenwillig kegelförmige Flasche ist mir wirklich eine Bestnote wert. Falls das Bier durch längere Lagerung noch gewinnt, verspricht es wirklich höchsten Genuss.

Biertest vom 29.3.2005, Gebinde: Glasflasche Noten: 13,12,10,12,15,12 - 11,95


Suffkopp meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Das Orval ist eines der legendären belgischen Trappistenbiere, die noch unter der direkten Regie eines Zisterzienser-Klosters hergestellt werden. Und es ist wahrscheinlich eines der eigenwilligsten Biere, die es gibt. Es kommt in einer minimalistisch etikettierten Flasche daher, die aussieht wie ein bauchiger Kegel. Wie die meisten Trappistenbiere ist es lange haltbar und entwickelt sich in der Flasche weiter. Sogar der Alkoholgehalt soll bei längerer Lagerung steigen. Mein Bier war am 30.10.2003 hergestellt, und damit noch sehr jung.
Das Orval ist bernsteinfarben, leicht naturtrüb und entwickelt eine durchaus standfeste Blume. Erste Überraschung - der Geruch: nach Birne und Aprikose, das habe ich noch bei keinem Bier erlebt. Nächste Überraschung: der Geschmack ist keineswegs süß, sondern bereits im Antrunk ausgeprägt bitter. Zugleich ist die Bittere aber vom erwähnt fruchtigen Aroma begleitet, sehr seltsam. Abgang und Nachgeschmack sind noch bitterer, und während ich mir gerade die Worte zurechtlege um das zu beklagen, merke ich, dass ich dieses eigenartige Bier trotzdem immer begieriger wegschlürfe. Trotz seiner Bittere ist dieses Bier äußerst leicht und vorallem appetitanregend - wie ein gutes Aperitif. Man sollte es unbedingt zum Essen trinken.

Biertest vom 6.1.2004 Noten: 12,13,12,12,13,12 - 12,20

1. Nachtest
Zur Jahreswende habe ich in Belgien einen Viererpack Orval mit Abfülldatum 30.10.2003 gekauft und die erste Flasche Anfang Januar getestet. Wie alle Trappistenbiere ist das Orval praktisch unbegrenzt haltbar und entwickelt sich in der Flasche weiter. Nun öffne ich die zweite Flasche um zu sehen, wie mein Orval nach nunmehr 7 Monaten schmeckt.
Und in der Tat, die frische Fruchtarroma des immer noch hoch aromatischen Bieres hat dunkleren Nuancen Platz gemacht, Moos- und Zedernnoten sind nun dazu gekommen und der Duft ist auch alkoholischer und vergorener. Das ganze Bier ist homogener und vollmundiger geworden, immer noch sehr herb, aber die dunkleren Aromen und auch der wohl etwas stärkere Alkohol geben dem Bier eine fast meditative Tiefe, ohne dass es deshalb schwer wirken würde. Auch der herbe, zedrige Nachgeschmack ist einfach herrlich.
Ich kann nur raten: kauft Trappistenbiere und stellt sie in euren Weinkeller. Beim Orval kommt die Kunst der Mönche erst nach einigen Monaten zum Vorschein. Und die Crew sollte auch endlich einen Nachtest machen und ihre absurde Notengebung überdenken.

Biertest vom 29.5.2004, Gebinde: Glasflasche Noten: 12,14,12,14,13,14 - 13,45


franz meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Auch hier bin ich der Meinung, daß für die meisten Tester der Begriff "Braukunst" wohl eher etwas mit abstrakter Malerei zu tun haben muß(s.Chimay bleue)!
Nicht jedes Bier kann wie ein
Pipimassenfrauenpillerbier schmecken.Diese sind den o.g. Testern anscheinend ja die Liebsten.
Deswegen:richtige Biertrinker meldet Euch und stimmt für solch ein außergewöhnlich großes bier wie Orval!!!!!!!!!!

Biertest vom 1.5.2002 Noten: 13,15,12,14,15,14 - 13,80


Marienkäfer meint: Diesen Test melden (Funktion im Probebetrieb) Nach oben

Ein echtes Trappistenbier, gebraut von wallonischen Mönchen.
Liegt unglaublich schön in der Nase...möchte eher daran riechen, als von trinken!
Hat einen weizenmäßigen Abgang.
Ein nicht einfaches Bier......

Biertest vom 30.8.2001 Noten: 12,14,9,9,14,12 - 11,50




Orval

Notendurchschnitt
Aussehen des Bieres 11,90 (8,42)
Aroma 11,39 (6,28)
Süffigkeit
Dieses Bier jetzt testen!
Nachgeschmack 10,48 (3,57)
Aussehen der Flasche 12,40 (8,42)
Subj. Gesamteindruck 10,95 (4,00)
Total 10,87 (4,93)
(In Klammern sind die Noten der BTO-Crew angegeben.)



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